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Betrug: LG Frankfurt verhängt Haftstrafe für Hochstapler

LG Frankfurt verhängt Haftstrafe für HochstaplerFür die Geschädigten dürfte es eine Genugtuung gewesen sein. Das Landgericht (LG) Frankfurt verurteilte einen 53-Jährigen zu einer Haftstrafe von sechs Jahren und zog damit einen Hochstapler aus dem Verkehr, der über mehrere Jahre ein kleines Vermögen ergaunerte. Dessen Masche war einfach wie originell, er gab sich als Erbe eines Milliarden umfassenden Vermögens aus.

Der Clou: Seitens des Angeklagten musste es ausgerechnet die Familie des Industriellen Alfried Krupp von Bohlen und Halbach sein, dessen Namen er für die Aktion „auslieh“. Der Hochstapler erklärte seinen ahnungslosen Opfern, er wäre ein unehelicher Sohn des Industriemoguls und hätte ein milliardenschweres Erbe in der Hinterhand.

Allerdings befände er sich gerade in Streitigkeiten über genau jenes Erbe und bräuchte Geld, um den Prozess zu führen. Mit genau diesem Trick ergaunerte sich der Hochstapler in den Jahren von 2008 bis Sommer 2011 ein sechstelliges Vermögen. Allein ein Geschädigter wurde so um fast 200.000 Euro.

Richter sprach über „infame Art und Weise“

Für den verhandelnden Richter war es eine „infame Art und Weise“, wie der Betrüger sich an dem Vermögen seiner Bekannten bereichert hatte. Einem Gutachten zufolge solle dieser unter einer schweren Persönlichkeitsstörung leiden. Trotzdem schickte das Landgericht den 53-Jährigen für sechs Jahre hinter Gitter. Hätten sich die Gesetze nicht geändert, hätte sich daran sogar noch eine Sicherungsverwahrung anschließen können. Der Hochstapler fiel der Justiz aber nicht zum ersten Mal auf, sondern war bereits vorbestraft.