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Flughafen: Experten unterstützen Nachflugverbot

Experten unterstützen NachflugverbotFlughafenbetreiber und Logistiker wehren sich immer wieder mit Händen und Füßen gegen Nachtflugverbote. Schließlich verspricht nur eine hohe Auslastung mit geringen Stillstandszeiten Gewinne. Allerdings mehren sich die Stimmen von Experten, die in Nachtflügen nur einen geringen Nutzen für die Wirtschaft, dafür umso höhere Beeinträchtigungen sehen. Besonders akut ist das Problem der Nachtflüge derzeit am Frankfurter Flughafen, an dessen neuer Landebahn sich derzeit heftiger Streit entzündet.

Arbeitsplätze nur Alibi?

Gestützt werden die Kritiker u. a. von Medienberichten, welche die Zahl der neuen Stellen untersucht haben. So sollen von den 7.000 Arbeitsplätzen mehr als 5.300 nicht neu entstanden sein, sondern nur aus Verlegungen resultieren. Darüber hinaus deuten Umfragen an, dass die Mehrheit der Wirtschaftsbosse auf Nachtflüge sehr wohl verzichten kann.

Auf der anderen Seite stehen dagegen Kosten in Milliardenhöhe, welche den Anwohnern und den Gesundheitssystemen entstehen. So wird der Schaden, welcher durch die Behandlung von Krankheiten entsteht, auf 180 Millionen Euro pro Jahr beziffert, die für Herz-Kreislauf-Beschwerden, Psychosen usw. aufgewendet werden müssen.

Denn wer in einer Einflugschneise ohne Nachtflugverbot lebt, ist einem andauernden Lärmpegel ausgesetzt, der zunehmend krank macht. Hinzu kommt, dass viele Immobilienbesitzer quasi mit ansehen müssen, wie deren Vermögenswerte über Nacht einen Teil des Wertes einbüßen. Denn überall dort, wo an Flughäfen auch nachts geflogen wird, sinken die Preise im Immobiliensektor dramatisch.

Dass die Betroffenen in Frankfurt auf eine positive Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Anfang April hoffen, ist also nur verständlich.