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Religion: Streit um Koranverteilung nimmt an Schärfe zu

In den vergangenen Tagen ist ein heftiger Streit rund um den Koran entbrannt. Und erwartungsgemäß droht die Auseinandersetzung zu eskalieren. Denn die der Frankfurter Verein „Dawa Ffm“ hat jetzt seine Anhänger aufgefordert, die umstrittene Verteilung des Korans fortzusetzen.

Streit um Koranverteilung nimmt an Schärfe zuWas dabei besonders die Gemüter erhitzt, ist die Tatsache, dass es sich dabei um die Anhänger eines radikaleren Zweigs des Islams handelt, sogenannten Salafisten (abgeleitet von as-salafiyya, einer orthodoxen Strömung des Islam). Kritiker sehen hier die Gefahr, dass deren Anhänger einen Koran „unters Volk“ bringen, der nicht nur die objektiven Glaubensgrundsätze des Islam enthält, sondern die Heilige Schrift des Islam im Sinne der orthodoxen Strömungen auslegt.

Videobotschaft schürt Konflikt

Zudem hat die Vereinigung aus Frankfurt in einer Videobotschaft eindeutige Formulierungen gefunden, um ihre Anhänger zu motivieren und welche den expansiven und radikalen Charakter deren Haltung untermauern. Experten sehen allerdings nicht nur die Entwicklung der salafistischen Gruppierungen mit Sorge.

Für wachsende Unruhe sorgt eine weitere Entwicklung in Frankfurt: Die Auseinandersetzung mit dem Islam wird immer stärker auch von nationalen Strömungen aufgegriffen und entsprechend verwendet. Die Sorge wächst, dass es um Zuge des Streits um die Koran-Verteilungen zu Übergriffen aus dem nationalen/rechtsextremen Milieu auf Muslime kommt, was die Auseinandersetzung weiter eskalieren lassen könnte.

Die aktuelle Debatte macht allerdings auch klar, dass sich Deutschland in Zukunft nicht nur mit dem Islam als Ganzes wird stärker auseinandersetzen müssen, sondern auch mit den Gruppierungen im Einzelnen, speziell den fundamentalen Richtungen.